Was ist die Tiefentladung beim Akku?

Bei Tiefentladung wird der Akku soweit entladen, dass die Kapazität von diesem beinahe vollständig erschöpft ist, der Akku ist also „leer“. Oft schaltet sich ein Handy wegen eines leeren Akkus aus. Im schlimmsten Fall ist der Neustart des Handys nicht mehr möglich, weil das Smartphone den Akku aufgrund einer sehr niedrigen Spannung nicht mehr erkennt.

Akku Zelle schematische DarstellungEin Handy funktioniert nicht mit einem Akku, dessen Spannung unter 3,7 Volt liegt. Beträgt die Spannung weniger, kann das Smartphone nicht mehr eingeschaltet werden.

Man kann den Akku dann auch nicht mehr im Handy aufladen, da das Gerät den Akku schlicht und einfach nicht mehr erkennt. Der Ladungsprozess wird nämlich nicht vom Akku, sondern vom Gerät selbst gesteuert.

Mit einem externen Ladegerät klappt das erneute Aufladen jedoch häufig. Hier wird der Akku wieder auf sein Spannungsminimum gebracht, wodurch er erneut wie gewohnt aufgeladen werden kann.

Auch eine Powerbank kann tiefentladen werden. Häufig passiert dies, wenn die Powerbank sehr lange nicht benutzt wird. Manchmal ist jedoch ein Tiefentladungsschutz vorhanden, der eine Tiefentladung verhindern soll. Trotzdem ist es ratsam, ab und zu nach dem Wohlbefinden der Powerbank zu sehen.

Ein tiefentladener Akku kann die verschiedensten Ursachen haben:

  • Ein Grund für Tiefentladung ist eine lange Lebensdauer von diesem, der Akku überaltert.
  • Ein weiterer Grund kann auch eine falsche Aufladung sein, die durch ein falsches Ladegerät ausgelöst werden kann.
  • Eine passive Stromentnahme durch das Gerät kann ebenfalls eine Tiefentladung bewirken.

Wie wirkt sich Tiefentladung auf den Akkumulator aus?

Tiefentladung kann bei Akkus passieren also auch bei einer PowerbankJe nach Typ des Akkus kann die verschiedensten Auswirkungen geben. Akkus können sogar soweit zerstört werden, dass sie gar nicht mehr funktionieren. Besonders gefährlich ist eine Tiefentladung bei einem Lithium-Akku. Hier führt Tiefentladung zu einer irreversiblen Schädigung und auch zu Kapazitätsverlust.

Es bilden sich Kupferbrücken, die einen Kurzschluss auslösen können und der Akku erhitzt sich dadurch sehr stark. In manchen Fällen kommt es zum Brand. Durch eine Spannungsmessung kann man Tiefentladung erkennen.

Bei Lithium-Akkus ist dies nicht unbedingt nötig, da man das Phänomen der Tiefentladung an einer starken Wärmeentwicklung selbst fühlen kann. Allein aufgrund der erhöhten Brandgefahr sollte ein solcher Akku nicht mehr benutzt werden.

Kann man einer Tiefentladung entgegenwirken?

Es gibt einen sogenannten Tiefentladeschutz, der den Verbraucher automatisch abschaltet, wenn die Kapazität des Akkus einen bestimmten Grenzwert erreicht. Allerdings kann man selbst darauf achten, dass der Akku nicht mehr als 80 Prozent seiner Kapazität verliert.

So kann man einer Tiefentladung vorbeugen und diese verhindern. Akkumulatoren funktionieren einwandfrei, wenn man darauf achtet, dass sich die Ladung immer zwischen etwa 30 und 80 Prozent befindet.